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Mitglied in Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern
Landrat Anton Speer nimmt Aufnahmeurkunde für Landkreis Garmisch-Partenkirchen entgegen
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist seit dem 1. Juni 2025 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern). Bei einem Festakt am 4. Februar in München verlieh Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, MdL, Landrat Anton Speer und Radverkehrsbeauftragten Andrea Mohr (Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen) feierlich die Mitgliedsurkunde. Die AGFK Bayern und das Bayerische Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr begrüßten im Vereinshaus Scholastika, im Herzen Münchens, rund 90 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Kommunen zertifiziert, re-zertifiziert und wie im Falle des Landkreises neu als Mitgliedskommune in den Verein aufgenommen.
Die AGFK Bayern ist mit ihren 143 Mitgliedskommunen bundesweit einer der größten kommunalen Zusammenschlüsse für Radverkehrsförderung. Zentrales Anliegen des Vereins ist die feste organisatorische Verankerung der Radverkehrsförderung als Baustein zukunftsfähiger Mobilitätsabwicklung. Darüber hinaus vertritt der Verein die Interessen seiner Mitglieder im Radverkehrsbereich unter anderem in der Landes- und Bundespolitik sowie bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau von Radrouten und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrende.
Mit dem Beitritt zur AGFK Bayern hat der Landkreis Garmisch-Partenkirchen einen ersten, wichtigen Schritt in Sachen Fahrradfreundlichkeit getan. Um in den kommenden Jahren dann offiziell als „fahrradfreundliche Kommune" zertifiziert zu werden, muss der Landkreis einige Handlungsempfehlungen einer Bewertungskommission der AGFK Bayern umsetzen. Auf der Agenda stehen die Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Ausbau von Radinfrastruktur sowie die Förderung einer mit Begeisterung gelebten Radkultur im Landkreis. Der erste Meilenstein wird dabei ein Alltagsradwegekonzept für den Landkreis sein. „Aktuell haben wir Gespräche mit sämtlichen Kommunen des Landkreises zum Radwegenetz abgeschlossen. Im Rahmen von Abstimmungsterminen wurden die vorhandenen Netzlücken genauer unter die Lupe genommen und gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Mitarbeitenden der Verwaltungen diskutiert, wo es noch dringend Handlungsbedarf gibt. Als es galt mit Markern und Klebepunkten in die Karten zu zeichnen, waren alle Beteiligten mit sehr viel Elan und Engagement dabei.", so die Radverkehrsbeauftrage Andrea Mohr. Die identifizierten Netzlücken werden nun zu einem übergreifenden Alltagsradwegekonzept für den Landkreis zusammengetragen.
Diesen ersten Meilenstein und weitere nächste Schritte konnten Landrat Anton Speer und Andrea Mohr im Interview auf der Bühne der Auszeichnungsveranstaltung der AGFK Bayern und des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr präsentieren. Gefragt nach den Herausforderungen im Radverkehr unterstrich Landrat Speer die Bedeutung des Miteinanders und der gegenseitigen Rücksichtnahme. Die Wege im Landkreis seien mehr als nur Asphalt und Schotter, sie seien Orte der Begegnung, so der Landrat. Ob auf dem Rad, zu Fuß oder bei der Arbeit in der Landwirtschaft, Sicherheit entstehe nicht allein durch Regeln, sondern auch durch gegenseitige Rücksichtnahme.
Foto: ©AGFK Bayern/Tobias Hase
Von links nach rechts: Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB), Christian Bernreiter, MdL, Radverkehrsbeauftragte Andrea Mohr, Landrat Anton Speer, Landrat Robert Niedergesäß (Vorsitzender der AGFK Bayern) und Ministerialrat Christian Heck, Leiter Referat 67 Radverkehr im StMB

