Aktuelles
Kreativ, alltagsnah, motivierend
Seit vielen Jahr steht die Europäische Mobilitätswoche im September für mehr nachhaltige Mobilität im Alltag und bietet kreative Anstöße für alle Altersklassen. Sie ist eine Kampagne der Europäischen Kommission und bietet Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.
In diesem Jahr nahm der Landkreis Garmisch-Partenkirchen zum sechsten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Verschiedenste Angebote und Aktionen erweckten das Thema nachhaltige Mobilität zum Leben. Und das abwechslungsreiche Programm lockte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters zum Mitmachen und Umsteigen.
„Ein solch buntes Programm wie in der Mobilitätswoche 2026 können wir nur durch die zahlreichen Ideen und das große Engagement von Privatpersonen, Vereinen, Organisationen, Unternehmen und Gemeinden auf die Beine stellen", betont Marion Billmeir, Projektleiterin in der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen. „Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Denn Mobilität im Landkreis nachhaltig, sozialverträglich und finanzierbar zu gestalten, ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinschaftlich weiterentwickeln und umsetzen können."
Die Rückmeldungen der unterschiedlichen Organisationsteams waren demnach auch dieses Jahr sehr positiv. Sie blicken auf eine sehr bunte und abwechslungsreiche Woche zurück in der rund 2.000 Bürgerinnen und Bürger erreicht wurden.
Das Angebot war reichhaltig; hier zwei Beispiele:
• Die gemeinnützige GmbH LongLeif ermöglichte Rikscha-Fahrten für Seniorinnen und Senioren in und um Garmisch-Partenkirchen und der Verein BUB bot für Menschen mit Gehbehinderung wieder die Möglichkeit Ausflüge in die Berge mit dem Elektrorollstuhl „Extreme X8". Diese Veranstaltung wird nun bereits viele Jahre angeboten und erfreut sich großer Beliebtheit; sie war daher auch heuer wieder im Vorfeld ausgebucht.
• Außerdem gab es auch heuer wieder ein Versuchsangebot. Eine Familie im Landkreis bekam im Rahmen der Aktion „Lappenlos" kostenlos für eine Woche ein E-Lastenrad zur Verfügung gestellt. Dies geschah unter zwei Bedingungen. Erstens: für diesen Zeitraum musste das eigene Auto stehen bleiben. Zweitens waren Erfahrungen als Feedback abzugeben.
Aber es standen auch wieder viele spannende Tagesaktionen auf dem Programm:
In allen vier Talschaften wurden in diesem Jahr zusammen insgesamt fast 800 Brezen im Rahmen von Fahrrad-Dankstellen an Radfahrer verteilt, die ihre Alltagswege nachhaltig zurücklegten.
Eine weitere große Aktion war der Ramadama, welcher anlässlich des WorldCleanUp Days an verschiedenen Orten im Landkreis angeboten wurde. Viele Teilnehmer von Jung bis Alt machten sich mit Müllbeuteln, Handschuhen und Greifzangen bewaffnet auf den Weg und sammelten jede Menge Abfall aus unserer Natur.
Ebenfalls viele Menschen nutzen den Aktionstag, der ganz im Zeichen des Fahrrads stand. Über den ganzen Tag war etwas geboten. Über mehrere Stunden hinweg gab es die Möglichkeit, sich beim Testevent Stabil Mobil durch das geschulte Team der cargobike.jetzt GmbH neutral über Spezialräder für Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beraten zu lassen und gleich auch verschiedene Modelle zu testen.
Der Radaktionstag bot einen Fahrradparcours für die Kinder, während Polizei und Verkehrswacht auf sicheres Verhalten im Straßenverkehr sowie den toten Winkel hinwiesen. Es gab einen Radsicherheits-Check sowie eine Fahrrad-Reparaturmöglichkeit und einen Informationsstand zum Alltagsradwegenetz und allen sonstigen Fragen rund ums Thema Radverkehr.
Doch auch viele kleinere Veranstaltungen wie Skatenight in Uffing, die geführte Brotzeittour zu der Eckenhütte oder das Rollatortraining der LEIFHEIT zogen viele Besucher an.
Ein besonderer Dank der Projektleitung geht an die Schulen, die mit ihren Aktionen die Mobilitätswoche unterstützen, wie zum Beispiel das Staffelsee-Gymnasium Murnau, welches für die fünften Klassen erneut ein Fahrrad Sicherheits- und Techniktraining angeboten hat.
Den Abschluss der Mobilitätswoche bildete ein Straßenfest der Kommunalen Jugendarbeit. Passend zum Jahresmotto wurde am internationalen autofreien Tag ein Teil der Klammstraße gesperrt, um generationenübergreifend zu spielen. Neben einem großen Streetsoccer, gab es die Möglichkeit Kettcar und Skateboard zu fahren, aber auch mit Murmeln zu spielen, eine Kugelbahn zu bauen oder Hüpfkästchen zu springen. Diese Aktion schuf dabei nicht nur Verbindungen zwischen früher und heute, sondern auch andere Kulturen spielten mit hinein.
„Die Europäische Mobilitätswoche und die vielseitigen Veranstaltungen für alle Altersgruppen haben gezeigt, wie wichtig alternative Verkehrskonzepte und Mobilitätsformen für die Region sind; und wie sie konkret aussehen können", fasst Sarah Hoffmann, Mitorganisatorin, zufrieden zusammen. „Zudem war es sicht- und spürbar, wie viel Spaß es machen kann, sich ab und zu ganz ohne Auto zu bewegen und Neues auszuprobieren."

